Schon seit jeher haben sich viele Dichter & Denker mit den Mythen und Legenden, sowie der Magie ihrer Zeit beschäftigt.

Einige Werke möchten wir Euch hier zitieren!

Die Lorelei

(Die Lorelei ist eine wunderschöne Frau die Fischer in´s Verderben lockt. Durch ihre Schönheit und ihrem gesang achten die Schiffer nicht mehr auf die Felsen im Wasser - bis ihr Boot dort zerschellt und sie mit ihm untergehen. Noch heute kann man den Felsen sehen auf der die Lorelei sitzen soll.)

von Heinrich Heine

"Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so trurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt, und ruihig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet dort oben wunderbar; Ihr goldees Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme uns singt ein Lied dabei; Und hat eine wundersame gewaltige Melodei.

Den Schiffern im kleinen Schiffe ergreift es mit wildem Weh; Er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen am Ende Schiffer und Kahn; Und das hat mit ihrem Singen die Lore-Ley getan."

 

Der Erlkönig

(Ein Vater reitet mit seinem kranken Sohn nach Hause. Dieser fantasiert schon und sieht Halozinationen. Der "Todesengel" Erlkönig reißt  den Jungen mit in seine Welt. Bis der Vater zu Hause ankommt ist sein Sohn schon verstorben)

von Johann Wolfgang von Goethe

"Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind. Er hat den Knaben wohl in dem Arm, er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

'Mein Sohn was birgst du so bang dein Gesicht?' 'Siehst du Vater den Erlkönig nicht, den Erlkönig mit Kron und Schweif?' 'Mein Sohn, es ist der Nebelstreif.'

'Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel ich mit dir; Manch bunte Blumen sind an dem Strand, meine Mutter hat manch gülden Gewand'

'Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, was Erlkönig mir leise verspricht?' 'Sei ruhig, bleib ruhig, mein Kind; in dürre Blätter säuselt der Wind.'

'Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn? Meine Töchter sollen dich warten schön; Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn und wiegen und tanzen und singen dich ein'

'Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort, Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?' 'Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau, es scheinen die alten Weiden so grau'

'Ich libe dich, mich reizt dein schöne Gestalt; und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!' 'Mein vater, mein Vater jetzt faßt er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan!'

Dem Vater grausets, er reitet gewschwind, er häklt in Armen das ächzende Kind, erreicht den Hof mit Müh und Not - in seinen Armen das Kind war tot."

 

Kaiser Barbarossa (Friedrich)

(Die Leute früher wollten nicht wahrhaben dass ihr Kaiser Friedrich gestorben ist und so entstand diese Sage. Friedrich (der wegen seines roten Bartes auch Barbarossa oder Rotbart genannt wurde) sitzt in einem Berg/Schloß verborgen und wartet auf bessere Zeiten. Er sitz an einem Tisch durch den Sein Bart durchgewachsen ist. Erst wenn die Raben wieder um den Berg fliegen wird er sich erheben und hervor kommen)

von Friedrich Rückert

"Der Kaiser Friederich im unterirdischm Schlosse hält er verzaubert sich.

Sein Bart ist nicht von Flachse, er ist von Feuersglut. Ist durch den Tisch gewachsen worauf sein Kinn ausruht

Er ist niemals gestoreben, er lebt darin noch jetzt. Er hat im Schlo´ß verborgen , zum Schlaf sich hingesetzt.

Er nickt als wie im Traume, sein Aug halb offen zwinkt. Und je nach langem Raume er einem Knaben winkt.

Er hat hinabgenommen des Reiches Herrlichkeit - und wird einst wieder kommen mit ihr zu seiner Zeit.

Er spricht im Schlaf zum Knaben: 'Geh hin vors Schloß oh Zwerg, und sieh ob noch die Raben herfliegen um den Berg!'

Der Stuhl ist elfenbeinern darauf der Kaiser sitzt, der Tisch ist marmelnsteinernd worauf sein Haupt er stützt.

Und wenn die alten Raben noch fliegen immerdar - so muß ich auch noch schlafen verzaubert hundert Jahr"

 

 

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